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6 Vorbereitungsmuster von Tätern, die alle Eltern kennen müssen

Das Verständnis von Grooming-Verhalten und wie Grooming zu Kindesmissbrauch führt, ist für den Schutz von Kindern von entscheidender Bedeutung. TäterInnen sexuellen Kindesmissbrauchs sind nicht immer gefährliche Personen, die auf Spielplätzen nach Gelegenheiten Ausschau halten. Tatsächlich kennen laut dem Crimes Against Children Research Center 80 % der Kinder, die sexuell missbraucht werden1, ihre/n TäterIn. Diese TäterInnen treffen bewusste Entscheidungen, um Kinder für den Missbrauch zu groomen. Durch das Verständnis, wie Grooming funktioniert, können Erwachsene effektiver eingreifen, reagieren und Kinder vor Schaden schützen.

Was ist Grooming? Den Grooming-Prozess verstehen

Grooming ist der gezielte Prozess, mit dem ein/e TäterIn Vertrauen zu einem jungen Menschen, dessen Bezugspersonen oder sogar dessen Umfeld aufbaut, um den Missbrauch vorzubereiten. Der Grooming-Prozess kann schrittweise erfolgen und sieht oft wie eine enge Beziehung aus, die andere für Mentoring, Freundschaft oder besondere Aufmerksamkeit halten könnten. Dabei wird Vertrauen aufgebaut, während die Verletzlichkeit des Kindes ausgenutzt wird.

Das australische Nationale Amt für Kindersicherheit beschreibt den Zweck des Grooming-Prozesses wie folgt:

  • Zugang zu dem Kind oder Jugendlichen zu erlangen, um sexuellen Missbrauch zu begehen,
  • sexuelles Material des Kindes oder Jugendlichen zu erlangen,
  • das Vertrauen und/oder die Einwilligung des Kindes oder Jugendlichen zu erlangen,
  • das Schweigen des Kindes oder Jugendlichen zu gewährleisten und/oder,
  • die Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs zu vermeiden.

Sexuelles Grooming ist nicht immer offensichtlich und wird von Kindern selten gemeldet. Groomer nutzen oft die Verletzlichkeit eines Kindes aus, wie z. B. geringes Selbstwertgefühl oder das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, und versetzen sich selbst in eine Machtposition oder treten als Vertrauensperson im Leben eines jungen Menschen auf. Es könnte sich um eine/n MitarbeiterIn der Schule deines Kindes handeln, um die/den TrainerIn oder MusiklehrerIn deines Kindes, um jemanden aus deiner Kirchengemeinde, um das Kindermädchen oder sogar um ein Mitglied deiner eigenen Familie.

Darüber hinaus kommt es in der heutigen Welt immer häufiger zu Online-Grooming. Über soziale Medien und andere digitale Plattformen können TäterInnen außerhalb der Sichtweite von Eltern und Betreuern eine besondere Beziehung zu potenziellen Opfern aufbauen..

Auch wenn dieser Gedanke beängstigend sein mag, hilft das Verständnis dessen, was Grooming ist, und das Bewusstsein für Grooming-Muster dabei, deine elterliche Intuition zu stärken und das Risiko zu verringern, dass dein Kind sexuell missbraucht wird.

Sechs häufige Grooming-Verhaltensweisen, die alle Eltern kennen sollten: Die Phasen des Groomings erkennen

TäterInnen sexuellen Missbrauchs gibt es in allen Formen und Ausprägungen, doch es gibt Dinge, die fast alle TäterInnen gemeinsam haben: Sie nutzen oft bestimmte Verhaltensweisen, um ein Kind für den Missbrauch vorzubereiten. Diese Verhaltensweisen sind methodisch, subtil, schrittweise und eskalierend (das heißt, sie verstärken sich mit der Zeit). Wir bezeichnen diese Verhaltensweisen in der Regel als „Grooming-Verhaltensweisen”.
01
BEZIEHUNGEN AUFBAUEN UND VERTRAUEN SCHAFFEN

TäterInnen versuchen, Beziehungen zu Kindern aufzubauen. Sie wählen ein Kind als „besonders“ aus und schenken ihm oder ihr zusätzliche Aufmerksamkeit, Zeit und Geschenke, um eine Bindung zwischen ihnen aufzubauen. Sie interessieren sich besonders für das Aussehen und die Kleidung des Kindes und machen möglicherweise übermäßig viele Fotos von ihm.

Indem du eine Beziehung zu deinem Kind aufbaust, in der du dich auf dessen Interessen, Meinungen und Sorgen konzentrierst, bist du besser in der Lage, unangemessene Beziehungen im Leben deines Kindes zu erkennen.

02
GRENZEN TESTEN

TäterInnen werden versuchen, die Grenzen des Wohlbefindens deines Kindes auszutesten. Manchmal erzählen sie anzügliche oder sexualisierte Witze, um zu sehen, wie das Kind reagiert. Sie versuchen möglicherweise, sexualisierte Spiele wie „Hosen runter“, „Wahrheit oder Pflicht“ oder „Strip-Spiele“ zu spielen.

Sie beobachten, wie das Kind reagiert, wenn sie dessen Zimmer oder normale Orte betreten, an denen Kinder Privatsphäre erwarten dürfen, wie beispielsweise die Toilette. Dieses Testen von Grenzen ist ein Warnsignal, anhand dessen Groomer einschätzen, ob sie ihr Grooming-Verhalten eskalieren können.

TäterInnen agieren gerne im Verborgenen, und das Testen von Grenzen hilft ihnen dabei, herauszufinden, ob sie weitermachen können, ohne erwischt zu werden.

03
BERÜHRUNG / KÖRPERLICHER KONTAKT

TäterInnen testen die Grenzen des körperlichen Kontakts mit deinem Kind aus. Sie fangen meistens mit nicht-sexuellen Berührungen wie High-Fives und Umarmungen an. Dann gehen sie vielleicht langsam zu unangemessenen Berührungen über, wie zum Beispiel das zufällige Streifen einer intimen Körperstelle, nur um zu sehen, wie das Kind reagiert. Sie könnten das Kind küssen oder es auf ihren Schoß setzen.

Wichtig ist, dass sie von sehr unschuldigen Berührungen zu eher sexuellen körperlichen Kontakten übergehen, um die Reaktion des Kindes zu testen. Diese schrittweise Eskalation des körperlichen Kontakts ist ein häufiges Merkmal des Verhaltens von TäterInnen und ihrer Grooming-

Taktiken, um das Kind für unangemessene Berührungen unempfindlich zu machen.

Indem du deine Kinder frühzeitig über ihren Körper, Einwilligung und Sexualität aufklärst, können sie diese unangemessenen Verhaltensweisen, mit denen Grenzen ausgetestet werden, besser erkennen.

04
EINSCHÜCHTERN UND KONTROLLIEREN

TäterInnen wenden Einschüchterung an, um das Kind davon abzuhalten, einer anderen Person von dem Missbrauch zu erzählen. Sie beginnen damit, die Reaktion des Kindes zu testen, indem sie es für etwas Einfaches beschuldigen. Sie beobachten, ob das Kind sich wehrt oder es einem Erwachsenen erzählt. Dann gehen sie dazu über, das Kind zu bedrohen oder ihm/ihr Schuldgefühle und/oder Schamgefühle einzuflößen.

Groomer nutzen oft Angst oder Verlegenheit, um das Kind davon abzuhalten, einer anderen Person von dem Missbrauch zu erzählen. Sie verwenden möglicherweise Aussagen wie „Niemand wird dir glauben“ oder drohen ihnen mit Gefahr (oder Gefahr für jemanden, den sie lieben), um die Kontrolle und das Schweigen aufrechtzuerhalten.

Indem du bewusst eine starke und gesunde Beziehung zu deinem Kind aufbaust, hältst du die Wege der Kommunikation offen. Diese Art von Beziehung gibt Kindern die Möglichkeit, ohne Angst zu erzählen, was in ihrem Leben vor sich geht.

05
TEILEN VON SEXUELL ANSTÖSSIGEN INHALTEN

TäterInnen teilen häufig sexuelle Inhalte und sexualisierte Materialien, um sexuelle Aktivitäten und Verhaltensweisen zu normalisieren. Sie verwenden in Anwesenheit deines Kindes unbekümmert sexuelle Ausdrücke. Sie zeigen möglicherweise sexualisierte Bilder oder Videos und beginnen oft zunächst über Nachrichten oder SMS eine sexuell geprägte Beziehung. Kinder solchen Inhalten auszusetzen, ist eine Form der Desensibilisierung gegenüber unangemessenen Themen und kann zu missbräuchlichen Interaktionen führen.

Indem du die Nutzung von Technologie durch dein Kind überwachst, kannst du besser erkennen, welche sexuell anstößigen Inhalte es sendet oder empfängt.

06
HEIMLICHE KOMMUNIKATION
TäterInnen suchen nach Kommunikationswegen, um heimlich mit einem Kind zu kommunizieren. Diese Interaktionen können online über soziale Medien oder private Messaging-Plattformen beginnen. Oft regen sie das Kind dazu an, SMS und Nachrichten zu schreiben, die leicht vor anderen verborgen werden können. Denke daran, dass TäterInnen im Verborgenen agieren und das Kind daher wahrscheinlich dazu ermutigen werden, die Interaktionen geheim zu halten – dies ist ein wichtiges Warnsignal.

Beispiele für Grooming-Verhaltensweisen

Safe Kids Thrive beschreibt TäterInnen sexuellen Kindesmissbrauchs als aktive Entscheidungsträger. Groomer schätzen kontinuierlich die Wahrscheinlichkeit ein, mit der sie dieses Verbrechen erfolgreich begehen können, und wägen dabei das Risiko ab, erwischt zu werden. Nachstehend findest du eine Liste mit weiteren Beispielen für Verhaltensweisen von Groomern und Warnzeichen, auf die du achten solltest:
Groomer können:
  • häufig die Zweisamkeit mit dem Kind, insbesondere an Orten, die nicht leicht zu überwachen sind, suchen
  • die Gesellschaft des Kindes der von Erwachsenen vorziehen
  • heimlich über soziale Medien oder Gaming-Plattformen Kontakt zum Kind aufnehmen
  • Gelegenheiten schaffen, um außerhalb ihrer vorgesehenen Rolle (z. B. als Lehrer, Trainer usw.) mit dem Kind allein zu sein
  • versuchen, sich in das Familienleben zu integrieren
  • sich „versehentlich” vor dem Kind entblößen
  • dem Kind erlauben oder ermutigen, Dinge zu tun, die die Eltern nicht erlauben
  • das Kind übermäßig berühren – umarmen, küssen, kitzeln, halten es fest –, auch wenn das Kind dies nicht möchte
  • großes Interesse an der sexuellen Entwicklung des Kindes zeigen
  • die Privatsphäre und die persönlichen Grenzen des Kindes nicht respektieren
  • mit Schmeicheleien Vertrauen und Nähe aufbauen
  • unangemessene Gespräche über sexuelle Themen anregen
  • sexuelle Witze oder Sprache verwenden oder setzen das Kind „zufällig“ Pornografie oder anderen sexuellen Inhalten aus
  • dem Kind ohne Erlaubnis der Erziehungsberechtigten Geschenke machen und verlangen, dass diese Geschenke geheim gehalten werden
  • Bedenken hinsichtlich ihres Umgangs mit dem Kind herunterspielen

Grooming von Familienmitgliedern und der Gemeinschaft

Einer der am meisten missverstandenen Aspekte des Groomings ist, dass es nicht immer nur auf Kinder abzielt – es kann auch Familienangehörige, Freunde und sogar die breitere Gemeinschaft einschließen. Groomer sind geschickte Manipulatoren, die wissen, dass sie durch das Gewinnen des Vertrauens des Unterstützungsnetzwerks eines Kindes Verdacht vermeiden und sich Zugang verschaffen können. Sie geben sich möglicherweise alle Mühe, um gegenüber Eltern und BetreuerInnen hilfsbereit, großzügig oder charmant zu wirken, und positionieren sich oft als vertrauenswürdige Personen oder sogar Vorbilder.

Ein Groomer kann beispielsweise:

  • anbieten, für die Familie zu babysitten oder Kinderbetreuung zu übernehmen
  • der Familie Geschenke machen
  • sich intensiv am Leben der Familie beteiligen
  • sich ehrenamtlich in lokalen Jugendorganisationen engagieren
  • den Kindern Fahrdienste anbieten
  • zu Übernachtungen in ihrem Haus einladen
  • immer an Gemeinschaftsveranstaltungen teilnehmen (z. B. Geburtstagsfeiern, Schulaufführungen usw.).
  • Alleinerziehenden besondere Aufmerksamkeit oder Hilfe entgegenbringen

Durch dieses berechnende Verhalten kann es für Erwachsene viel schwieriger sein, die Warnsignale zu erkennen oder einem Kind zu glauben, wenn es Bedenken äußert.

In einigen Fällen isolieren Groomer das Kind langsam, indem sie ein Gefühl der Abhängigkeit oder Geheimhaltung schaffen und gleichzeitig starke, positive Beziehungen zu den Menschen in seinem Umfeld aufbauen. Durch ihre hohe Sichtbarkeit innerhalb von Familien und Gemeinschaften kann es für Eltern schwierig sein, ihre Absichten in Frage zu stellen. Diese doppelte Manipulation – Erwachsenen gegenüber vertrauenswürdig zu wirken, während man sich privat an ein Kind heranmacht – macht Grooming so gefährlich und schwer zu erkennen. Für Eltern und BetreuerInnen ist es wichtig, wachsam zu bleiben, ihren Instinkten zu vertrauen und sich daran zu erinnern, dass Missbrauch auch in Umgebungen stattfinden kann, die sicher erscheinen.

Was soll ich tun, wenn mir ein Kind erzählt, dass es Opfer von Grooming geworden ist?

Wenn ein Kind dir erzählt, dass es glaubt, Opfer von Grooming zu sein, ist deine Reaktion in diesem Moment entscheidend. Die National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC) empfiehlt, aufmerksam zuzuhören, dem Kind zu versichern, dass es richtig gehandelt hat, indem es sich gemeldet hat, ihm zu sagen, dass es keine Schuld trifft, und ihm zu erklären, was du als Nächstes tun wirst. Kinder, die über Grooming oder Missbrauch sprechen, sind oft verängstigt, verwirrt oder unsicher, was gerade passiert. Deine Aufgabe ist es daher, ihnen ohne Vorurteile zu glauben und dafür zu sorgen, dass sie sich sicher fühlen.

Überlasse dem Kind die Gesprächsführung

Lass Kinder in ihrem eigenen Tempo sprechen. Vermeide Suggestivfragen und dränge nicht auf Details, die sie noch nicht preisgeben möchten. Biete stattdessen Bestätigungen wie „Danke, dass du mir das erzählst” oder „Es ist sehr mutig von dir, mir das zu sagen”. Deine Priorität ist es, einen Raum zu schaffen, in dem sich dein Kind geschützt und gehört fühlt.

Tipp für Eltern: Schaffe eine ruhige Umgebung, bevor du antwortest. Dein Tonfall und deine Körpersprache sollten zeigen, dass du zuhörst und dass dein Kind sich dir gegenüber öffnen kann.

Ignoriere ihre Besorgnisse nicht

Manche Eltern und BetreuerInnen neigen dazu, die Bedenken eines Kindes instinktiv herunterzuspielen – insbesondere, wenn es sich bei dem betreffenden Erwachsenen um eine angesehene Person handelt, wie beispielsweise einer/n TrainerIn, eine/n religiöse/n FührerIn oder eine/n MentorIn. Es ist nur natürlich, dass man glauben möchte, dass vertraute Personen immer sicher sind, aber diese Annahme kann gefährlich sein. Grooming findet oft direkt vor unseren Augen statt, und BetreuerInnen positionieren sich häufig in Rollen, die ihnen Zugang zu Kindern und das Vertrauen von Familien verschaffen. Das Abtun der Unbehaglichkeit oder der Sorgen eines Kindes bringt sie/ihn nicht nur zum Schweigen, sondern schafft auch Raum für die Fortsetzung des Missbrauchs. Nimm die Worte eines Kindes immer ernst. Ihnen zu glauben ist der erste Schritt, um sie zu schützen.

Melde deine Bedenken den örtlichen Behörden oder dem Jugendamt

Wenn du glaubst, dass ein Kind Opfer von Grooming ist, missbraucht wird oder missbraucht werden könnte, solltest du das unbedingt sofort den örtlichen Behörden oder dem Jugendamt melden. Auch wenn du dir nicht ganz sicher bist, können Fachleute durch deine Meldung Nachforschungen anstellen und Maßnahmen ergreifen, um das Kind zu schützen. In jedem Land gibt es spezielle Gesetze zur Meldung von Verdachtsfällen von Missbrauch. In den Vereinigten Staaten kannst du dich an folgende Stellen wenden:

  • Lokale Strafverfolgungsbehörden (wähle 911, wenn ein Kind in unmittelbarer Gefahr ist)
  • Kinderschutzbehörde (CPS) in deiner Nähe
  • Die nationale Hotline für Kindesmissbrauch von Childhelp unter 1-800-4-A-CHILD (1-800-422-4453) für kostenlose, vertrauliche Unterstützung
 

Wenn du außerhalb der USA lebst, wende dich an die Kinderschutzbehörde oder den Notdienst deines Landes, um Hilfe zu erhalten.

Anmerkung

Es ist üblich, über diese Grooming-Verhaltensweisen zu lesen und Menschen zu identifizieren, die einige dieser Dinge tun. Das macht sie jedoch nicht automatisch zu TäterInnen. Das Ziel, über diese Grooming-Verhaltensweisen zu sprechen und sich darüber zu informieren, ist es, deine Intuition zu stärken und dir zu helfen, wachsam zu sein.

Wenn du also jemals solche Verhaltensweisen beobachtest und das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, kannst du eine Strategie anwenden, die wir „mit Freundlichkeit konfrontieren” nennen, um dein Kind zu schützen. Mit Freundlichkeit konfrontieren umfasst nur zwei Schritte:

  1. Nimm die Person beiseite und erkläre ihr die Grenzen, die du für dein Kind gesetzt hast, und warum du sie gesetzt hast.
  2. Bitte sie, dich bei diesen Grenzen zu unterstützen.

Wenn die Person aus Unwissenheit so gehandelt hat, wird sie sich wahrscheinlich aufrichtig entschuldigen und diese Grenzen in Zukunft respektieren. Wenn die Person tatsächlich ein/e TäterIn ist, wird sie in Alarmbereitschaft versetzt, und es ist unwahrscheinlich, dass sie weiterhin versucht, dein Kind zu manipulieren

Wenn TäterInnen wissen, dass du sie beobachtest, hören sie in der Regel auf, dein Kind ins Visier zu nehmen.

Das Wichtigste, woran du denken solltest, ist, dass du dafür verantwortlich bist, informiert zu bleiben und dich aktiv am Leben deines Kindes zu beteiligen.

Häufig gestellte Fragen zu Grooming

Grooming ist ein bewusster Prozess, den TäterInnen anwenden, um das Vertrauen eines Kindes – und oft auch seiner Bezugspersonen – zu gewinnen, mit dem Ziel, Missbrauch zu begehen. Da es zunächst fürsorglich oder unschuldig erscheinen kann, ist Grooming schwer zu erkennen. Diese FAQ beantwortet häufig gestellte Fragen dazu, wie Grooming aussieht, wie es geschieht (sowohl persönlich als auch online) und welche Schritte du unternehmen kannst, um Kinder zu schützen und Hilfe zu suchen, wenn du den Verdacht hast, dass es stattgefunden hat.

Entdecke weitere Ressourcen

Weltweit engagieren sich zahlreiche Organisationen für die Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch, die Sensibilisierung für Grooming-Verhalten und die Unterstützung von Betroffenen und ihren Familien. Die folgenden Ressourcen zeigen einige der wirkungsvollen Maßnahmen auf, die durch Forschung, Aufklärung, Interessenvertretung und gesellschaftliches Engagement umgesetzt werden. Jede dieser Organisationen leistet einen wertvollen Beitrag mit Hilfsmitteln und Erkenntnissen, die die Arbeit von Saprea ergänzen, um Menschen zu stärken und Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen.

DAS AUSTRALISCHE Nationale Amt für Kindersicherheit

Das australische Nationale Amt für Kindersicherheit leitet die Entwicklung und Umsetzung der nationalen Prioritäten zur Prävention und Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch. Das Amt überwacht und bewertet auch den Fortschritt entsprechender Initiativen, bindet Interessengruppen und Beratungsgremien ein und gibt Organisationen und Diensten, die sich mit sexuellem Kindesmissbrauch befassen, Leitlinien zu Berichterstattung, Medienpraxis und Mindeststandards für die Praxis. Mit Hilfe ihrer Ressourcen kannst du eine hochwertige Kombination aus Statistiken und praktischen Implikationen breit angelegter Forschungen zum Thema sexueller Kindesmissbrauch erkunden. Saprea begrüßt es, wenn staatliche Ressourcen effektiv eingesetzt werden, um die Forschung zum Thema sexueller Kindesmissbrauch voranzutreiben.

Safe Kids Thrive

Safe Kids Thrive ist eine Initiative mit Sitz in Massachusetts, die Jugendorganisationen (YSOs) bei der Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch unterstützt, indem sie evidenzbasierte Ressourcen, Richtlinien und Hilfsmittel bereitstellt. Sie zielt darauf ab, Erwachsene und Organisationen – wie Schulen, Sportvereine, Kulturprogramme und Kinder- und Familiendienste – mit Richtlinien, Schulungen und Umsetzungsstrategien auszustatten, um Kinder vor Schaden zu bewahren. Zu ihren Aufgaben gehören die Entwicklung von Präventions- und Interventionsplänen, die Empfehlung von Überwachungsverfahren, die Förderung des öffentlichen Bewusstseins und die Bereitstellung eines „Präventions-Check”-Tools, mit dem Organisationen ihre Sicherheitsmaßnahmen bewerten können. Safe Kids Thrive ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie YSOs Maßnahmen ergreifen können, um das Risiko von Missbrauch zu verringern und gleichzeitig die Ziele ihrer Organisation zu erreichen.

National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC)

Die National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC) hat sich der Prävention von Kindesmissbrauch und der Unterstützung betroffener Kinder und Familien verschrieben. Was die NSPCC auszeichnet, ist die Art und Weise, wie sie direkte Dienstleistungen wie Therapie, Beratung und Unterstützung für gefährdete Kinder anbietet und mit Schulen zusammenarbeitet, um Kinder über Sicherheit aufzuklären. Sie setzt sich auch für politische Veränderungen ein, betreibt Forschung im Bereich Kinderschutz und hilft Organisationen dabei, ihre Schutzmaßnahmen zu verbessern.

Bravehearts

Bravehearts ist eine in Australien ansässige gemeinnützige Organisation, die sich für die ganzheitliche Stärkung und den Schutz von Kindern einsetzt. Ihr Ansatz umfasst insbesondere die Aufklärung von Kindern über persönliche Sicherheit, die Unterstützung von Betroffenen und die Aufklärung der Gemeinschaft. Bravehearts setzt sich auch für Gesetzesreformen ein, führt Forschungsarbeiten durch und organisiert Kampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Diese Organisation ist ein gutes Beispiel für eine gemeinnützige Einrichtung, die eine starke Kombination aus Sensibilisierungs- und Aufklärungsinitiativen pflegt.