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5 Fakten zum Thema sexueller Missbrauch zwischen Kindern

HÄUFIGKEIT

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Mehr als die Hälfte der Betroffenen gibt an, von anderen Minderjährigen missbraucht worden zu sein.
Viele Eltern oder Betreuer stellen sich oft die folgenden Fragen zum Thema des sexuellen Missbrauchs: „Missbrauchen Kinder andere Kinder?“ und „Kommt das wirklich vor?“ Eine unangenehme Tatsache im Zusammenhang mit sexuellem Kindesmissbrauch ist, dass mehr als die Hälfte der Betroffenen von sexuellem Kindesmissbrauch angibt, von anderen Minderjährigen missbraucht worden zu sein. Das bedeutet, dass sexueller Kindesmissbrauch eine erschreckende Problematik ist, mit der man sich auseinandersetzen muss. Im Folgenden findest du weitere Informationen und Hilfsmittel, mit denen du das Risiko verringern kannst.

Was ist sexueller Missbrauch zwischen Kindern?

Der Begriff sexueller Missbrauch von Kind zu Kind (Child-On-Child Sexual Abuse, COCSA) ist definiert als sexuelle Handlung die ohne Einverständnis, ohne Gleichwertigkeit (geistig, körperlich oder altersgemäß) oder als Folge von körperlichem oder emotionalem Zwang stattfindet. Das bedeutet, dass ein großer Machtunterschied zwischen den beiden Kindern besteht, sei es in Bezug auf das Alter, die Größe oder die Fähigkeit.

Obwohl das Trauma für das betroffene Kind dasselbe ist, wie wenn es von einem Erwachsenen verübt worden wäre, wird diese Art von Missbrauch oft nicht gemeldet. Der Grund dafür ist, dass es von den Erwachsenen als „Es sind doch nur Kinder“ abgestempelt wird oder aus Angst davor, was mit einem oder beiden Kindern passieren würde, wenn der Missbrauch bekannt gemacht werden würde.

Die Wahrheit ist, dass beide Kinder besonders dann Hilfe brauchen, wenn sie sich in einer solchen Situation befinden. Das Kind, das missbraucht wird, braucht auf jeden Fall die entsprechende Betreuung, um die Last des lebenslangen Traumas zu vermeiden, das so viele Betroffene von sexuellem Kindesmissbrauch erleiden, ebenso wie die damit verbundenen Folgen.

Das Kind, das ein gefährliches Sexualverhalten (GSV) ausgeübt hat, braucht ebenfalls Hilfe. Das Kind sollte umgehend mit einer ausgebildeten medizinischen/psychologischen Fachkraft zusammenarbeiten, die ihm helfen kann, diese altersunangemessenen sexuellen Verhaltensweisen zu bewältigen. So neigt das Kind weniger dazu, anderen Kindern erneut zu schaden.

Wie kann das Risiko gesenkt werden?

Erfahre mehr über Sapreas Ansätze zur Prävention.

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Erfahre mehr darüber, was zu tun ist, wenn dein Kind missbraucht wurde.

Wie lauten die Zahlen und Fakten?

01

KINDER IM ALTER VON 12 BIS 14 JAHREN SIND AM STÄRKSTEN GEFÄHRDET, SEXUELLES VERHALTEN AN DEN TAG ZU LEGEN.

Diese Altersgruppe erlebt viele Veränderungen, wenn die Pubertät beginnt und wenn sie eine falsche Vorstellung von Sex oder eine Tendenz zu GSV haben, können sie jemanden zum Ziel haben, der jünger oder kleiner ist oder der kognitive oder körperliche Behinderungen hat.

02

70 % ALLER ERWACHSENEN TÄTER HABEN ZWISCHEN EINEM UND NEUN OPFER.

Das bedeutet, dass wenn ein Kind oder ein Jugendlicher ein anderes Kind oder einen anderen Jugendlichen misshandelt, diese sofort Hilfe brauchen, um weitere Kinder zu schützen.

03

BIS ZU 40 % ALLER KINDER, DIE SEXUELL MISSBRAUCHT WERDEN, SIND OPFER VON ÄLTEREN ODER STÄRKEREN KINDERN.

Es ist nicht nur wichtig, nach Wegen zu suchen, um dein Kind vor sexuellem Missbrauch zu schützen, sondern auch, um es davor zu bewahren, Missbrauch an anderen zu begehen.

04

SEXUALDELIKTE SIND DIE VERBRECHEN, AN DENEN AM WENIGSTEN UNBEKANNTE PERSONEN ALS TÄTER BETEILIGT SIND.

Das kann es schwierig machen, zu wissen, was man in dieser Situation tun soll, aber sei dir bitte bewusst, dass eine Anzeige das Beste ist, was du für BEIDE beteiligte Kinder tun kannst.

05

KINDER, DIE IHREN MISSBRAUCH INNERHALB EINES MONATS OFFENLEGEN, HABEN EIN GERINGERES RISIKO AN DEPRESSIONEN ZU LEIDEN.

Wenn dein Kind mit dir über den Missbrauch sprechen kann, dann ist es weniger wahrscheinlich, dass es später im Leben unter Depressionen leidet, die mit dem Missbrauch zusammenhängen. Glaube deinem Kind, wenn es mit dir spricht oder dir etwas anvertraut. Eines der wichtigsten Dinge, die du tun kannst, ist ZUHÖREN.

Du kannst einen Unterschied bewirken

Sexueller Missbrauch kann schwer zu verarbeiten und noch schwerer zu besprechen sein, aber es ist wichtig, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und sich zu informieren. So kannst du das Risiko verringern, dass dein Kind sexuell missbraucht wird und/oder sich auf GSV einlässt.

Wenn etwas passiert ist und du dir nicht sicher bist, was du tun sollst, melde es bitte, damit die betroffenen Kinder die Hilfe bekommen, die sie brauchen.

Erkenne die Anzeichen von Missbrauch

Lerne die möglichen Anzeichen von sexuellem Kindesmissbrauch zu erkennen. Einige der ersten Anzeichen sind möglicherweise nicht so offensichtlich wie andere. Es ist wichtig zu wissen, wie sich dein Kind normalerweise verhält, um verhaltensbezogene, körperliche oder emotionale Veränderungen zu bemerken. Beginne damit, nach Mustern zu suchen, die außerhalb der Norm für dein Kind liegen. Erfahre mehr über die Anzeichen.
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